Gundremmingen: Zwei 160-Meter-Kühltürme stürzen am Samstag mit lautem Knall
Claudius StadelmannKühlhaustürme einstürzen - Gundremmingen erlebt spektakuläre Abrissarbeiten - Gundremmingen: Zwei 160-Meter-Kühltürme stürzen am Samstag mit lautem Knall
Zwei gigantische Kühltürme in Gundremmingen werden an diesem Wochenende gesprengt
Die beiden 160 Meter hohen Kühltürme, einst Teil eines großen Kernkraftwerks, werden am Samstag, den 25. Oktober, um Punkt 12 Uhr mittags zu Fall gebracht. Die Behörden warnen Zuschauer, sich während der Sprengung fernzuhalten.
Die kontrollierte Sprengung wird mit einem lauten Knall eingeleitet, um in der Nähe lebende Wildtiere zu vertreiben. Jeder der Türme, so hoch wie das Ulmer Münster, diente einst der Kühlung von Wasser für die Stromerzeugung. Zusammen bestanden sie aus rund 56.000 Tonnen Stahlbeton – allesamt dazu bestimmt, innerhalb weniger Sekunden einzustürzen.
Das Kernkraftwerk Gundremmingen spielte eine zentrale Rolle in der zivilen Atomgeschichte Deutschlands. Die beiden Reaktorblöcke werden bereits seit Jahren zurückgebaut; die Arbeiten sollen voraussichtlich bis mindestens 2040 andauern. Um die Sprengung herum wurde eine große Sicherheitszone eingerichtet. Wer diese nach 21 Uhr am Freitagabend betritt, muss mit Bußgeldern von bis zu 3.000 Euro rechnen.
Nach dem Abriss plant der Energiekonzern RWE auf dem Gelände ein Batteriespeicherkraftwerk zu errichten. Das Unternehmen will das Areal im Rahmen der deutschen Energiewende neu nutzen.
Die Sprengung der Türme markiert einen weiteren Schritt im langjährigen Rückbau des Kraftwerks. Da die Detonation für mittags angesetzt ist, appellieren die Behörden an die Bevölkerung, die Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Die geplante Nutzung als Batteriespeicher soll der Region neue Energieinfrastruktur bringen.






