11 May 2026, 10:24

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliches Führungsteam für die Opposition

Zwei Frauen stehen an einem Rednerpult mit einem Mikrofon und einem angebrachten Bildschirm, halten einen Blumenstrauß und stehen vor einem dunklen Hintergrund auf einer Grünen Party-Veranstaltung.

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliches Führungsteam für die Opposition

Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben nach der Landtagswahl im März ein neues, rein weibliches Führungsteam gewählt. Bei der Wahl hatten die Grünen 7,9 Prozent der Stimmen erhalten – ein Ergebnis, das nach 15 Jahren Regierungsbeteiligung den Ausschlag für den Wechsel in die Opposition gab. Künftig werden die beiden Co-Vorsitzenden Carolin Cloos und Christin Sauer die Partei führen und dabei den Fokus auf Bürgerdialog sowie inhaltliche Herausforderungen legen.

Auf dem Landesparteitag wurde Carolin Cloos, Grünen-Politikerin aus Worms, mit 72,28 Prozent der Stimmen zur Co-Vorsitzenden gewählt. Christin Sauer, seit 2019 Stadträtin in Mainz, sicherte sich die zweite Co-Vorsitzendenposition mit 63,37 Prozent Zustimmung. Sauer hatte zuvor von Ende 2021 bis Anfang dieses Jahres den Mainzer Grünen-Kreisverband geleitet.

Katrin Eder, eine der bekanntesten Grünen-Politikerinnen im Land, übernimmt nun den Vorsitz der Fraktion im Mainzer Landtag. Erst kürzlich hob sie das Projekt „Schwarmkraftwerk“ als grünen Erfolg hervor – obwohl die Initiative ursprünglich von Volker Hans (FDP) aus Mainz ins Leben gerufen worden war. Zudem benannten die Grünen Paul Bunjes und Natalie Cramme-Hill als Abgeordnete für den Landtag.

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Angesichts der neu gebildeten Großen Koalition kündigten die Grünen an, die Regierung kritisch zu begleiten. Ihr Plan umfasst intensive Fachdebatten und eine stärkere Präsenz in der Öffentlichkeit. Ziel ist es, sogenannte „Rückschritte“ in Rheinland-Pfalz zu verhindern und gleichzeitig die Anliegen der Wählerinnen und Wähler ernst zu nehmen.

Zum ersten Mal gehen die Grünen in Rheinland-Pfalz mit einer rein weiblichen Führung in die Opposition. Ihr Schwerpunkt liegt nun auf Bürgerkontakt und politischer Kontrollarbeit, während sie sich an die Rolle außerhalb der Regierung gewöhnen. Das neue Führungsteam und die Landtagsfraktion wollen in der kommenden Legislaturperiode die Entscheidungen der Großen Koalition konsequent hinterfragen.

Quelle