Großrazzia in Langenfeld deckt flächendeckende Scheinwohnsitze und illegale Gebäudenutzung auf
Katarina OrtmannGroßrazzia in Langenfeld deckt flächendeckende Scheinwohnsitze und illegale Gebäudenutzung auf
Großrazzia in Langenfeld deckt massenhafte Scheinanmeldungen und illegalen Gebäudemissbrauch auf
Bei einer aktuellen Großaktion in Langenfeld sind flächendeckende Scheinwohnsitze und illegale Gebäudenutzungen aufgedeckt worden. Die von einer 19-köpfigen Sonderermittlergruppe durchgeführte Operation brachte Betrugsfälle im Zusammenhang mit Einwanderungs- und Sozialsystemen ans Licht. Die Behörden kündigten nun schärfere Maßnahmen an, um organisierte Kriminalität und Verstöße im Wohnungswesen in der gesamten Region einzudämmen.
Unter der Leitung von Oliver Konsierke, dem Leiter des Ordnungsamts, durchsuchten die Beamten drei Immobilien in Langenfeld. Bei den Kontrollen wurden in Reusrath zwölf Scheinwohnsitze entdeckt, die allesamt auf EU-Bürger aus Osteuropa gemeldet waren. Diese Personen müssen nun mit der Abmeldung rechnen.
An einer weiteren Adresse in Richrath stießen die Ermittler auf einen Meldeverstoß, der mit einer erfundenen Vaterschaftsangabe zusammenhing. Zudem wiesen die Räumlichkeiten unerlaubte Baumaßnahmen auf, woraufhin das Objekt offiziell abgemeldet wurde. Bei einem dritten Standort bestand der Verdacht, dass Scheinanmeldungen genutzt wurden, um Einwanderungsbestimmungen zu umgehen.
Die Sonderermittler identifizierten außerdem sieben Personen mit unklarem Aufenthaltsstatus. In deren Räumlichkeiten befanden sich Büros und Lagerflächen, was zusätzliche Fragen aufwarf. Darüber hinaus fielen den Ermittlern unplausible Investitionsmuster auf: Betroffene hatten trotz geringen Einkommens großzügige Immobilien erworben.
Zudem wurden nicht genehmigte Nutzungsänderungen von Gebäuden festgestellt – ein Verstoß gegen das Wohnraumstärkungsgesetz. Die Erkenntnisse passen in das übergeordnete Projekt "GeKo Rhein Wupper", das den datenbasierten Austausch und präventive Maßnahmen gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug über Stadtgrenzen hinweg fördert.
Die Razzia unterstreicht die anhaltenden Probleme mit Wohnungsbetrug und illegalen Anmeldungen. Die Behörden wollen nun die Zusammenarbeit zwischen den Ämtern intensivieren, um ähnliche Verstöße künftig zu verhindern. Die Ergebnisse zeigen zudem, wie dringend strengere Kontrollen sind, um Gemeinden vor Ausbeutung und Kriminalität zu schützen.






