Gipsabbau im Trinkwasserschutzgebiet: Regierung gibt unter Auflagen grünes Licht
Franka KallertGipsabbau im Trinkwasserschutzgebiet: Regierung gibt unter Auflagen grünes Licht
Die Regierung Unterfrankens ist zu dem Schluss gekommen, dass der Gipsabbau in einem wichtigen Trinkwasserschutzgebiet bei Einhaltung strenger Auflagen keine unkontrollierbaren Risiken berge. In die Prüfung waren 79 Behörden eingebunden, zudem wurden im Rahmen des Raumordnungsverfahrens über 4.300 Einwendungen berücksichtigt.
Das Unternehmen Knauf plant, 50 Jahre lang unterirdisch Gips abzubauen und dabei eine jährliche Fördermenge von einer Million Tonnen zu erreichen. Das Unternehmen begrüßte die Einschätzung der Regierung als Ergebnis einer gründlichen Prüfung und als fachliche Bestätigung für das Vorhaben.
Eine Online-Petition gegen den Abbau sammelte mehr als 5.600 Unterschriften. Die Grünen kritisierten die Ergebnisse und warfen der Regierung vor, die Gefährdung des Trinkwassers falsch eingeschätzt zu haben. Dennoch geht aus der Bewertung hervor, dass zwar ein Restrisiko bestehe, dieses jedoch als beherrschbar eingestuft werde. Sollten die Grundwasserstände sinken, müsste der Abbau gestoppt werden.
Das Gebiet ist von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung Würzburgs und der umliegenden Gemeinden. Knauf muss nun die von der Regierung festgelegten strengen Auflagen erfüllen. Die endgültige Genehmigung liegt beim Bergamt Nordbayern, dessen Entscheidung bis Jahresende erwartet wird.
Die Zukunft des Projekts hängt vom Urteil der Bergbehörde ab. Bei einer Genehmigung würde Knauf den Abbau unter strengen Auflagen zum Schutz des Grundwassers fortsetzen. Die Bewertung bestätigt, dass die Risiken unter den richtigen Bedingungen kontrollierbar sind.
