27 April 2026, 22:18

Giffey diskutiert mit Berliner Apothekerin über Gebührenreform und Zukunft der Branche

Ein abgenutztes Buch mit einer offenen Seite, die eine detaillierte historische Karte von Berlin zeigt, einschließlich Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, begleitet von Text, der die Merkmale der Karte beschreibt.

Giffey diskutiert mit Berliner Apothekerin über Gebührenreform und Zukunft der Branche

Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey besuchte diese Woche eine lokale Apotheke, um über drängende Branchenprobleme zu sprechen. Am Mittwoch verbrachte sie eine Stunde in der Alten Kloster-Apotheke im Stadtteil Rudow und traf sich mit der Inhaberin Katja Laurisch-Nehrkorn. Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Herausforderungen, vor denen Apotheken stehen – von finanziellen Belastungen bis zu anstehenden Reformen.

Während des Gesprächs betonte Laurisch-Nehrkorn die dringende Notwendigkeit einer Anpassung der Gebühren, wie sie im Koalitionsvertrag vereinbart worden war. Eine Aktualisierung der festen Gebührenstruktur würde ihrer Ansicht nach helfen, die Löhne des Personals zu verbessern, die Motivation zu steigern und die Fluktuation zu verringern. Giffey nahm diese Bedenken zur Kenntnis und versprach, sie an Berlins Gesundheitssenator weiterzuleiten.

Die Apothekeninhaberin kritisierte zudem Pläne, die Rolle von Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) auszuweiten. Sie warnte davor, dass dies Drogerieketten den Einstieg in den verschreibungspflichtigen Medikamentenmarkt ermöglichen könnte. Ein weiteres zentrales Thema war der wachsende Trend zur Direktverteilung von hochpreisigen Arzneimitteln, der Großhändler ausschaltet und unabhängige Apotheken unter Druck setzt. Zudem wurde über die geplante Berliner Ausbildungsabgabe gesprochen, die sich an den Bruttolohnkosten orientieren und die finanzielle Belastung weiter verschärfen würde.

Laurisch-Nehrkorn unterstrich die Bedeutung verbindlicher Verhandlungsrechte für Apotheker, um ihre Gebühren ohne staatliche Einmischung selbst festzulegen. Nach dem Besuch äußerte sich Giffey auf Instagram dankbar und würdigte die wichtige Rolle der Apotheke bei der lokalen medizinischen Versorgung.

Der Besuch bot Laurisch-Nehrkorn die Gelegenheit, zentrale Sorgen zur Zukunftsfähigkeit von Apotheken vorzubringen. Giffeys Zusage, die Themen beim Gesundheitssenator anzusprechen, könnte zu weiteren Diskussionen über Gebührenreformen und finanzielle Entlastungen führen. Die Ergebnisse dürften mitbestimmen, wie Berlin in den kommenden Monaten die Herausforderungen unabhängiger Apotheken angeht.

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