25 March 2026, 04:16

Fendt warnt vor Marktverschwindens europäischer Traktorenhersteller bis 2034

Anzeige für einen Zweirad-Traktor mit Bildern und Text, der seine Merkmale beschreibt und als fähig beworben wird, alle Farmarbeiten ohne Pferde durchzuführen.

Fendt warnt vor Marktverschwindens europäischer Traktorenhersteller bis 2034

Fendt, ein führender Hersteller von Agrartechnik, verkaufte 2023 weltweit rund 28.000 Traktoren. Doch das Unternehmen sieht sich zunehmend mit wachsendem Wettbewerb und sich wandelnden Marktanforderungen konfrontiert, wie Vorstandschef Christoph Gröblinghoff warnt. Sollten sich die aktuellen Trends fortsetzen, könnten einige traditionsreiche europäische Marken innerhalb eines Jahrzehnts vom Markt verschwinden.

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Laut Gröblinghoff wird sich die Branche der Landmaschinen bis 2027 nur verhalten entwickeln. Erst danach rechnet er mit einer leichten Erholung und einem Wachstum von etwa 6 Prozent. Bis zu diesem Zeitpunkt könnte der europäische Traktorenmarkt ein Volumen von 156.000 bis 157.000 Einheiten erreichen.

Der CEO verwies zudem auf den steigenden Druck durch chinesische Konkurrenten. Neue Hersteller aus China stünden kurz davor, auf den Weltmarkt vorzudringen, was den Wettbewerb weiter verschärfen werde. Fendt selbst setzt weiterhin auf große, leistungsstarke Maschinen, die speziell auf professionelle Landwirte in Europa zugeschnitten sind.

Um die Spitze zu halten, investiert das Unternehmen stark in Automatisierung und Robotik. Humanoide Roboter könnten schon bald eine größere Rolle in der Landwirtschaft spielen. Gleichzeitig bleiben die Produktionskosten von Fendt hoch – allein die Energiepreise an den europäischen Standorten liegen bei 20 Cent pro Kilowattstunde, die höchsten innerhalb des AGCO-Konzerns.

Über Europa hinaus plant Fendt eine Expansion in Nord- und Südamerika. Mit dieser Strategie will das Unternehmen seine Position gegen aufstrebende Wettbewerber stärken und gleichzeitig die Nachfrage wachstumsorientierter Betriebe bedienen.

Die Zukunft von Fendt hängt davon ab, wie gut es sich an den zunehmenden Wettbewerb und den technologischen Wandel anpassen kann. Der Fokus auf Automatisierung, die Erschließung neuer Märkte und hochleistungsfähige Maschinen zeigt, wie das Unternehmen auf die Herausforderungen der Branche reagiert. Doch hohe Energiekosten und die chinesische Konkurrenz könnten die Landwirtschaftsbranche in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

Quelle