FC Bayern bricht Umsatzrekord trotz sinkendem Nettogewinn in 2021/22
Katarina Ortmann"Trotz aller Kritikerzweifel": FC Bayern setzt neuen Rekordumsatz - FC Bayern bricht Umsatzrekord trotz sinkendem Nettogewinn in 2021/22
FC Bayern München verzeichnet starkes finanzielles Wachstum – trotz Rückgang des Nettogewinns in der Saison 2021–2022. Trotz eines leichten Gewinnrückgangs meldet der Rekordmeister solide Zahlen. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen setzt nun auf eine bessere internationale Vermarktung der Bundesliga, lehnt aber regelmäßige Auslandsspiele strikt ab. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der der FC Bayern weiterhin die Spitzenposition bei den Spieltagseinnahmen in Europas Top-Ligen hält.
Die Einnahmen des FC Bayern aus Spielbetrieben stiegen im Geschäftsjahr 2021–2022 um fast 15 Prozent auf 260,7 Millionen Euro. Innerhalb von fünf Jahren kletterten die Erlöse aus Heimspielen von 103 Millionen auf rund 140 Millionen Euro – und überflügelten damit Premier-League-Konkurrenten wie Manchester United (130 Millionen Euro) und den FC Liverpool (125 Millionen Euro). Dieser Aufschwung folgte auf die Rückkehr voller Zuschauerzahlen in die Allianz Arena nach den COVID-19-Beschränkungen.
Insgesamt erzielte der Verein mit 978,3 Millionen Euro einen neuen Umsatzrekord für die abgelaufene Saison. Dennoch sank der Nettogewinn von 43,1 Millionen Euro im Vorjahr auf 27,1 Millionen Euro, obwohl das Ergebnis vor Steuern bei 42,5 Millionen Euro lag. Ohne größere Investitionen hätte Bayern sogar einen weiteren Rekordgewinn verbuchen können.
Dreesen betonte, dass der Verein sportlichen Erfolg stets über finanzielle Ziele stelle. Gleichzeitig forderte er eine globalere Ausrichtung der Bundesliga-Vermarktung. Eine Verlegung von regulären Ligaspielen ins Ausland – ein Modell, das einige Klubs diskutieren – lehnte er jedoch entschieden ab.
Im Sommertransferfenster 2022 stiegen die weltweiten Ausgaben für Spielertransfers um über 50 Prozent auf mehr als 9 Milliarden US-Dollar. Dank seiner starken finanziellen Position ist der FC Bayern in diesem zunehmend umkämpften Markt gut aufgestellt.
Die Bilanz unterstreicht Bayerns Vormachtstellung bei Spieltagseinnahmen und Gesamtumsätzen. Während der Vorstandschef den internationalen Einfluss der Bundesliga ausbauen will, bleibt der Verein bei seiner Linie: keine Ligaspiele im Ausland. Die Strategie verbindet sportliche Ambitionen mit einer umsichtigen Finanzpolitik – in einem sich rasant wandelnden Fußballbusiness.






