16 March 2026, 22:19

Edi Geyer: Wie Oberstdorfs legendärer Bürgermeister die Stadt bis heute prägt

Ein altes Plakat an einer Gebäudewand zeigt eine farbenfrohe, detaillierte Stadtansicht mit lachenden Menschen, Gebäuden und dekorativem Text.

Edi Geyer: Wie Oberstdorfs legendärer Bürgermeister die Stadt bis heute prägt

Edi Geyer, Oberstdorfs dienstältester Bürgermeister, hinterließ bleibende Spuren in der Stadt. Fast 30 Jahre lang prägte er mit mutigen Verkehrskonzepten und politischen Kontroversen das Gesicht des Ortes. Noch heute wünschen sich manche Einwohner, er möge zurückkehren, um das Ruder wieder in die Hand zu nehmen.

Sein Wahlplakat steht noch immer im Kurpark – umgeben von den Kandidaten für die Kommunalwahl 2026. Ein stummer Zeuge seines anhaltenden Einflusses, zwei Jahre nach seinem Tod 2022 im Alter von 86 Jahren.

Geyer übernahm 1973 das Amt, nominiert von den Freien Wählern und der SPD, obwohl er selbst der CSU angehörte. Seine Amtszeit war von Zustimmung und Streit geprägt; zweimal überstand er Versuche, ihn aus der Partei auszuschließen.

Eines seiner markantesten Projekte war ein fortschrittliches Verkehrskonzept für Oberstdorf: Er setzte sich für Elektrobusse ein, erweiterte Park-and-Ride-Anlagen und führte flächendeckende Tempo-30-Zonen ein. Zudem gehörte er zu den Ersten in der Region, die einen Kreisverkehr bauten – und lehnte Ampeln scharf ab, da sie in seinen Augen nur für Menschen seien, "die gerne auf Anweisungen von oben warten".

Obwohl seine Politik die Stadt nachhaltig veränderte, gibt es keine aktuellen Informationen darüber, wie sich seine Verkehrsinitiativen – von den Elektrobussen bis zu den Geschwindigkeitsbegrenzungen – seit seinem Ausscheiden weiterentwickelt haben.

Jahrzehnte später ist Geyers Erbe ungebrochen. Viele Bürger erinnern sich sehnsüchtig an seine Amtszeit und betrachten sie als prägende Ära für Oberstdorf.

Sein Einfluss wirkt fort – von den Verkehrswende-Projekten bis zu seinem kompromisslosen politischen Stil. Noch immer fällt sein Name in Wahlkampfdebatten, und seine Ideen prägen die Diskussionen über die Zukunft des Ortes. Doch mit seinem Tod 2022 bleibt offen: Wer wird sein Vermächtnis weitertragen?

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