Eavor revolutioniert Geothermie mit geschlossenem Kreislaufsystem in Geretsried
Klaas BarthEavor revolutioniert Geothermie mit geschlossenem Kreislaufsystem in Geretsried
Eavor macht bedeutende Fortschritte bei Geothermie-Projekt in Geretsried
Das kanadische Unternehmen Eavor hat bei seinem Geothermie-Projekt in Geretsried, Deutschland, große Schritte nach vorne gemacht. Im Juli 2023 begannen die Bohrarbeiten, seither hat das Unternehmen seine geschlossene Kreislauftechnologie weiter verfeinert. Ein kürzlich bewilligter Zuschuss in Höhe von 100 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds der EU unterstützt nun die letzten Phasen, bevor das System in Betrieb geht.
Das Projekt in Geretsried setzt auf ein einzigartiges geschlossenes Kreislaufsystem, das nach dem Prinzip eines Heizkörpers funktioniert. Wasser zirkuliert durch unterirdische Rohre und entzieht dabei tiefen Gesteinsschichten Wärme – ganz ohne natürlichen Dampf oder Grundwasservorkommen. Dieser Ansatz ermöglicht es Eavor, heißere und tiefere Schichten zu erschließen als herkömmliche Geothermieanlagen.
Die Bohrarbeiten begannen mit zwei vertikalen Bohrlöchern, die jeweils fast 4,5 Kilometer in die Tiefe reichen. Anschließend legte Eavor ein Netz aus zwölf horizontalen Bohrungen an, die jeweils 2,9 Kilometer lang sind. Im Laufe der Zeit konnte das Team die Bohrzeiten deutlich verkürzen und so die Projektentwicklung beschleunigen.
Die grundlegende Funktionsfähigkeit des Systems wurde bereits bestätigt. Mit der gesicherten EU-Förderung steht die Anlage in Geretsried nun kurz vor der Vollinbetriebnahme.
Der Erfolg des Projekts könnte die Machbarkeit geschlossener Geothermie-Kreisläufe im großen Maßstab unter Beweis stellen. Eavors Fortschritte bei der Bohreffizienz und dem Zugang zu tieferen Schichten könnten zudem künftige Geothermie-Vorhaben prägen. Die 100-Millionen-Euro-Förderung der EU unterstreicht das wachsende Vertrauen in diese Form der erneuerbaren Energie.






