Deutsche Bahn drohen Streichungen in Bayern wegen marodem Schienennetz
Klaas BarthMarode Bahn: Zugstreichungen in der Diskussion - Deutsche Bahn drohen Streichungen in Bayern wegen marodem Schienennetz
Deutsche Bahn könnte Zugverbindungen in Bayern streichen – marodes Schienennetz erfordert jahrelange Sanierung
Die Deutsche Bahn erwägt, Zugverbindungen in Bayern einzustellen, da sich der Zustand des regionalen Schienennetzes zunehmend verschlechtert. Die Infrastruktur leidet unter jahrelanger Vernachlässigung, und die notwendigen Reparaturen werden voraussichtlich noch ein weiteres Jahrzehnt in Anspruch nehmen. Verkehrsverantwortliche debattieren nun, wie die Krise bewältigt werden kann, ohne dass Fahrgäste erhebliche Einschränkungen hinnehmen müssen.
Die möglichen Streichungen wurden nach einem Treffen zwischen der Deutschen-Bahn-Chefin Evelyn Palla und Abgeordneten bekannt. Jürgen Baumgärtner, Verkehrsexperte der CSU, hatte die Pläne im Landtag offenbart. Palla bestätigte später, dass die Sanierung des bayerischen Schienennetzes voraussichtlich noch etwa zehn Jahre dauern werde – die jahrzehntelange Unterfinanzierung lasse sich nicht kurzfristig beheben.
Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) lehnte bereits einen Vorschlag der Bahn ab: die monatelange Vollsperrung der Strecke München–Rosenheim im Jahr 2028. Er betonte, dass die Vermeidung von Zugausfällen dort, wo es möglich sei, oberste Priorität habe. Unterdessen forderte die Grünen-Fraktion die Staatsregierung auf, die Mittel für die Modernisierung der Schieneninfrastruktur deutlich aufzustocken.
Eine endgültige Entscheidung über mögliche Streichungen steht bei der Deutschen Bahn noch aus. Eine offizielle Bekanntgabe wird bis Ende dieser oder Anfang nächster Woche erwartet.
Der desolate Zustand des Schienennetzes zwingt die Bahn zu drastischen Maßnahmen. Zwar werden sich die Sanierungsarbeiten über Jahre hinziehen, doch müssen die Verantwortlichen nun abwägen, wie dringend notwendige Modernisierungen mit dem Aufrechterhalten des Betriebs zu vereinbaren sind. Fahrgäste müssen sich auf mögliche Änderungen im Angebot einstellen, während die Diskussionen weitergehen.