Daiichi Sankyo investiert trotz Reformkritik eine Milliarde Euro in Bayern
Katarina OrtmannDaiichi Sankyo investiert trotz Reformkritik eine Milliarde Euro in Bayern
Daiichi Sankyo bekräftigt Milliardeinvestition in Deutschland – trotz Reformkritik
Der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo unterstreicht sein Engagement für einen massiven Ausbau in Deutschland: Rund eine Milliarde Euro soll in den Standort Pfaffenhofen fließen. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der andere Pharmaunternehmen ihre Investitionen im Land zurückfahren.
Das Werk in Pfaffenhofen ist bereits das größte Standort des Unternehmens außerhalb Japans. Die geplante Erweiterung zählt zu den größten Investitionen in der Firmengeschichte. Für den zweitgrößten Arzneimittelhersteller Japans – mit einem Jahresumsatz von etwa 11,5 Milliarden Euro – ist Deutschland ein zentraler Markt.
Benoit Creveau, Deutschland-Chef von Daiichi Sankyo, ließ keinen Zweifel aufkommen: Ein Stopp der Ausbaupläne komme nicht infrage. Die Entwürfe zur Krankenkassenreform nannte er zwar „enttäuschend“, betonte aber gleichzeitig die Bedeutung Deutschlands für die Pharmabranche.
Zu den Gründen für die Standortwahl zählen langjährige Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen. Auch die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte und zuverlässiger Zulieferer spielten eine Rolle. Die Investition soll die Forschungs- und Produktionskapazitäten in Bayern deutlich ausbauen.
Während andere Unternehmen ihre Aktivitäten in Deutschland reduzieren, setzt Daiichi Sankyo auf eine Stärkung seiner Präsenz in der Region. Der Ausbau in Pfaffenhofen unterstreicht die strategische Bedeutung des Standorts für den Konzern.
