CSU mit herben Verlusten bei bayerischen Kommunalwahlen 2026
Bayerische Kommunalwahlen im März 2026 brachten gemischte Ergebnisse für die CSU
Die Kommunalwahlen in Bayern im März 2026 brachten für die Christlich-Soziale Union (CSU) ein durchwachsenes Ergebnis. Zwar zog die Partei in mehrere Stichwahlen ein, insgesamt blieb ihre Performance jedoch hinter den Erwartungen zurück. Parteichef Markus Söder bezeichnete die Resultate in einigen Regionen als "harten Dämpfer" und forderte eine Überprüfung der Parteistrategie.
In der ersten Wahlrunde am 8. März erreichte die rechtsextreme AfD landesweit 12,2 Prozent – ein Zuwachs gegenüber 4,7 Prozent im Jahr 2020. Zwar gewann die Partei Sitze in kommunalen Gremien, doch keiner ihrer Kandidaten schaffte es in die Stichwahl um Bürgermeister- oder Landratsämter. In Erlangen etwa kam die AfD auf 5,1 Prozent, während sich Kandidaten von CSU und SPD durchsetzten.
Söder hatte zunächst angedeutet, die Bundespartei solle künftig stärkeren Einfluss auf die Kandidatenauswahl nehmen. Als Gründe für die CSU-Schwäche nannte er zudem die geringere Wahlbeteiligung, den Verlust von Amtsinhaber-Bonus sowie das Wählerverhalten zugunsten der AfD. Lokale Themen wie Krankenhausschließungen könnten die Unzufriedenheit zusätzlich geschürt haben.
Doch bereits am Montagabend ruderte Söder bei der Frage der Kandidatenkür zurück. Er bestätigte, dass die Ortsverbände weiterhin selbst über ihre Bewerber entscheiden würden. Trotz der Rückschläge zogen CSU-Kandidaten am 22. März in die Stichwahlen ein, nachdem die AfD-Stimmen die Mehrheitsbildung in der ersten Runde verhindert hatten.
Die Stichwahlen bestätigten die geschwächte Position der CSU in mehreren bayerischen Landkreisen. Söder dankte allen Wahlkämpfern, betonte aber die Notwendigkeit einer "ehrlichen Analyse" des Parteikurses. Nun steht die CSU vor der Frage, wie sie in künftigen Wahlen wieder an Boden gewinnen kann.






