Bundesrat stoppt steuerfreien Bonus – Kommunen atmen auf
Deutsche Städte und Gemeinden begrüßen Ablehnung des steuerfreien Bonus durch den Bundesrat
Die Kommunen und Städte in Deutschland haben die Ablehnung eines geplanten steuerfreien Bonus durch den Bundesrat begrüßt. Die Maßnahme hätte Arbeitgeber – darunter auch lokale Behörden – verpflichtet, ihren Beschäftigten bis zu 1.000 Euro zu zahlen. Kritiker warnten, dass dies die ohnehin angespannte Haushaltslage vieler Städte und Gemeinden weiter verschärfen würde.
Die Bundesregierung hatte einen „Entlastungsbonus“ von bis zu 1.000 Euro vorgeschlagen, der steuerfrei ausgezahlt werden sollte. Die Kosten hätten die Arbeitgeber getragen, darunter auch öffentliche Einrichtungen. André Berghegger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), bezeichnete den Vorstoß als klaren Versuch, die Lasten auf andere abzuwälzen.
Der Bundesrat, der die Interessen der 16 Bundesländer vertritt, lehnte den Plan ab. Berghegger betonte, dass die Kommunen als Arbeitgeber solche Zahlungen schlicht nicht stemmen könnten. Zudem verwies er darauf, dass viele Städte und Gemeinden bereits in einer existenziellen Finanzkrise steckten.
Nach der Ablehnung unterstützte der DStGB die Entscheidung öffentlich. Der Verband hatte seit Langem argumentiert, dass der Bonus die Haushaltsprobleme der Kommunen im ganzen Land weiter vertiefen würde.
Mit der Entscheidung des Bundesrats entfällt für die lokalen Behörden nun eine zusätzliche finanzielle Belastung. Der geplante Bonus wird nicht umgesetzt. Die Kommunen bleiben jedoch mit ihren anhaltenden Finanzierungsherausforderungen konfrontiert.






