Bund Naturschutz Ottobeuren ehrt langjährige Mitglieder und diskutiert Lichtverschmutzung
Franka KallertBund Naturschutz Ottobeuren ehrt langjährige Mitglieder und diskutiert Lichtverschmutzung
Jahreshauptversammlung des Bund Naturschutz in Ottobeuren: Ehrungen und Umweltthemen im Fokus
Die Ortsgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) hat ihre diesjährige Jahreshauptversammlung im Silachstube-Saal des Gasthofs Mohren abgehalten. Die Mitglieder trafen sich, um langjährige Ehrenamtliche zu würdigen und aktuelle Umweltthemen zu diskutieren. Ein Vortrag über Lichtverschmutzung bildete einen Höhepunkt des Abends.
Im Rahmen der Veranstaltung ehrte der lokale Verband Mitglieder mit über 40-jähriger Treue. Als Zeichen der Anerkennung erhielten sie eine Urkunde sowie eine silberne Anstecknadel.
Besondere Anerkennung fand auch Wendelin Schindele für sein Engagement im Kräutergarten, den er seit 1998 maßgeblich mitgestaltet hat. Für seine Verdienste wurde er scherzhaft als "Architekt" des Gartens bezeichnet.
Anschließend referierte Robert Blasius von der Initiative "Wächter der Nacht" über die zunehmende Lichtverschmutzung. Satellitenaufnahmen zeigen, wie die nächtliche Erdseite durch leuchtende Städte und Küstenstreifen erhellt wird – eine Folge übermäßiger künstlicher Beleuchtung. Blasius erläuterte, wie dies natürliche Rhythmen stört und sowohl der Tierwelt als auch der menschlichen Gesundheit schadet.
Er betonte, dass – entgegen verbreiteter Ängste – die meisten Einbrüche und Gewaltverbrechen tatsächlich am Tag geschehen. Sein Vortrag unterstrich die Notwendigkeit, unnötige nächtliche Beleuchtung zu reduzieren, die weltweit enorme Mengen an Strom verbraucht.
Die Versammlung verband die Würdigung langjähriger Mitglieder mit der Auseinandersetzung mit ökologischen Herausforderungen. Schindeles Arbeit im Kräutergarten und Blasius' Beitrag zur Lichtverschmutzung spiegeln das anhaltende Engagement der Gruppe für den Naturschutz wider. Nähere Informationen zur Initiative "Wächter der Nacht" oder deren jüngsten Aktivitäten lagen nicht vor.






