Brantner fordert Kurswechsel in der Außenpolitik: Europa statt Trump-Abhängigkeit
Franka KallertBrantner fordert Kurswechsel in der Außenpolitik: Europa statt Trump-Abhängigkeit
Grünen-Chefin Franziska Brantner hat Deutschland aufgefordert, seine außenpolitischen Schwerpunkte neu auszurichten. Sie forderte eine stärkere europäische Zusammenarbeit und warnte vor einer zu großen Abhängigkeit von den USA unter Donald Trump. Ihre Äußerungen fielen im Zuge scharfer Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz und dessen Umgang mit der aktuellen Krise.
Brantner warf Merz vor, in der Krise mit Zögern und Unentschlossenheit reagiert zu haben. Seine Führung habe in der entscheidenden Phase keine klare Linie vorgegeben, so die Politikerin.
Die Grünen-Vorsitzende äußerte zudem Bedenken hinsichtlich des teilweisen Abzugs amerikanischer Truppen aus Deutschland. Eine Sicherheitsstrategie, die auf Trump setze, sei riskant, betonte sie. Europa müsse stattdessen mehr Verantwortung übernehmen.
Als Lösung schlägt Brantner einen „entschlossenen Vorstoß für eine gemeinsame europäische Verteidigung“ vor. Engere Kooperation zwischen den EU-Staaten würde die Sicherheit stärken und die Abhängigkeit von unberechenbaren Partnern verringern, argumentierte sie.
Brantners Aussagen spiegeln eine wachsende Debatte über die außenpolitischen Prioritäten Deutschlands wider. Ihr Plädoyer für eine einheitliche europäische Sicherheitsarchitektur kommt zu einer Zeit zunehmender Spannungen in den transatlantischen Beziehungen. Die Position der Grünen deutet auf ein stärkeres Bestreben nach Eigenständigkeit innerhalb der EU hin.






