BMW setzt auf Elektro-Offensive: "Neue Klasse" soll China-Rückgang stoppen
Claudius StadelmannBMW setzt auf Elektro-Offensive: "Neue Klasse" soll China-Rückgang stoppen
BMW beschleunigt die Pläne für die Markteinführung seiner neuen elektrischen „Neue Klasse“ in China. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen mit einem deutlichen Rückgang bei Verkäufen und Gewinnen im Land konfrontiert ist. Das erste Modell, der iX3, soll bis Ende 2024 in den chinesischen Autohäusern erhältlich sein.
Der chinesische Automarkt hat in den letzten Monaten dramatische Veränderungen erlebt. Im Mai 2024 gingen die Gesamtverkäufe von Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22 Prozent zurück. Die Absatzzahlen für herkömmliche Verbrenner brachen noch stärker ein – mit einem Minus von 39 Prozent. Gleichzeitig erreichten rein elektrische Fahrzeuge einen Rekordmarktanteil von 42,21 Prozent.
Zum ersten Mal waren in der Liste der zehn meistverkauften Modelle Chinas ausschließlich batteriebetriebene Elektroautos oder Plug-in-Hybride vertreten. Deutsche und japanische Marken verloren in dieser Phase weiter an Boden gegenüber einheimischen Herstellern. Auch BMWs eigene Verbrennermodelle litten unter der Entwicklung: Sowohl die Verkaufszahlen als auch die Gewinnmargen brachen ein.
Das Unternehmen hat inzwischen eine Gewinnwarnung herausgegeben und die verschärften Marktbedingungen als Grund genannt. BMW rechnet zudem damit, dass sich der Abschwung in China bis zum Jahresende fortsetzen wird. Vor diesem Hintergrund treibt der Autobauer die Einführung seiner elektrischen „Neue Klasse“ voran, um die Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen.
Der iX3 wird das erste Modell von BMWs neuer Elektrobaureihe sein, das in chinesischen Autohäusern ankommt. Das Unternehmen hofft, damit die schwächelnden Verkäufe seiner Verbrennermodelle ausgleichen zu können. Die Neuausrichtung spiegelt die grundlegenden Veränderungen auf dem chinesischen Automarkt wider, wo die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen weiterhin steigt.






