06 May 2026, 16:16

BMW-Chef warnt vor Hürden bei Elektromobilität und Handelskonflikten mit den USA

Liniendiagramm, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den Vereinigten Staaten zeigt, mit dem Text "Gesamtkapazität von BMW erhöht" auf einem weißen Hintergrund.

BMW-Chef warnt vor Hürden bei Elektromobilität und Handelskonflikten mit den USA

BMW-Aufsichtsratschef Nicolas Peter positioniert sich zu zwei zentralen Herausforderungen der Automobilbranche

Nicolas Peter, der Vorsitzende des Aufsichtsrats von BMW, hat sich zu zwei drängenden Themen der Automobilindustrie geäußert: der Zukunft der Elektromobilität und den anhaltenden Handelskonflikten zwischen den USA und der EU. Seine Stellungnahme fällt in eine Phase steigender Zölle auf europäische Autoimporte und einer sich zuspitzenden Debatte über die Elektrowende.

In einer aktuellen Erklärung prognostizierte Peter, dass bis 2035 mehr als die Hälfte der Kundschaft rein batteriebetriebene Fahrzeuge bevorzugen werde. Gleichzeitig dämpfte er die Erwartungen: Europa werde bis dahin weder eine vollständige Elektrifizierung erreichen noch auch nur annähernd 90 Prozent. Hohe Spritpreise, so Peter, würden den Wandel nicht beschleunigen – im Gegenteil: Die aktuellen Preissprünge seien „kontraproduktiv für die Akzeptanz“.

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Bei Plug-in-Hybriden forderte er strengere Kontrollen, um sicherzustellen, dass Fahrer den Elektromodus häufiger nutzen. Auch zur Handelspolitik bezog er Stellung und kritisierte die EU, ihre Zusagen im Zollstreit mit den USA nicht erfüllt zu haben. Beide Seiten sollten das bestehende Handelsabkommen zügig ratifizieren, betonte er. Die gemeinsamen Interessen der beiden Regionen gingen weit über die jüngsten öffentlichen Meinungsverschiedenheiten hinaus.

Hintergrund der Spannungen ist die Entscheidung des damaligen US-Präsidenten Donald Trump, die Zölle auf europäische Autoimporte von 15 auf 25 Prozent anzuheben. Trump warf der EU vor, ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen nicht eingehalten zu haben – eine Position, der Peter teilweise zustimmte, indem er die Verantwortung bei europäischen Funktionären sah.

Peters Äußerungen unterstreichen die doppelten Herausforderungen der Branche: die Hürden bei der Durchsetzung der E-Mobilität und die wirtschaftlichen Belastungen durch Handelskonflikte. Mit verschärften Hybrid-Vorgaben im Raum und Zöllen, die die transatlantischen Beziehungen belasten, steht der Automobilsektor vor einer Phase des Umbruchs. Sein Appell für eine schnellere Ratifizierung des Handelsabkommens macht deutlich, wie dringend eine Lösung der Konflikte ist.

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