Betrunkener Mann greift Bundespolizisten in Münchner Supermarkt mit Flasche an
Claudius StadelmannBetrunkener Mann greift Bundespolizisten in Münchner Supermarkt mit Flasche an
Ein 38-jähriger Mann hat am Mittwochabend in einem Münchner Supermarkt Bundespolizisten mit einer Glasflasche angegriffen, als diese ihn festnehmen wollten. Der Vorfall begann, nachdem er beim Ladendiebstahl von Lebensmitteln erwischt worden war – in einem Geschäft, in dem er bereits Hausverbot hatte. Später stellten die Beamten fest, dass sein Blutalkoholspiegel fast das Sechsfache des in Deutschland gültigen Grenzwerts für Autofahrer betrug.
Die Auseinandersetzung eskalierte, als der nigerianische Staatsbürger, dem der Zutritt zum Supermarkt bereits untersagt war, Waren an sich nahm, ohne zu bezahlen. Als die Bundespolizisten ihn festnehmen wollten, griff er nach einer Glasflasche und schlug damit nach den Beamten. Diese konnten ihn schließlich überwältigen und zu Boden drücken, ohne dass jemand verletzt wurde.
Auf der Wache beruhigte sich der Beschuldigte auch im Gewahrsam nicht. Er beschimpfte die Beamten, spuckte einen von ihnen in der Zelle an und weigerte sich, kooperativ zu sein. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,7 Promille – deutlich über dem für Fahrer gültigen Limit von 0,5. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft entnahmen die Beamten zusätzlich eine Blutprobe für weitere Untersuchungen.
Dem Mann drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter Diebstahl, Hausfriedensbruch, Widerstand gegen die Staatsgewalt, tätlicher Angriff auf Polizeibeamte sowie Beleidigung und Körperverletzung durch Bespucken. Trotz der schweren Vorwürfe wurde er nach dem Vorfall aus der Haft entlassen.
Sein bei der Festnahme gemessener Blutalkoholwert von 2,7 Promille bleibt aktenkundig. Die Ermittlungen gegen ihn wegen Diebstahls, Hausfriedensbruchs, Angriffs auf Polizeibeamte sowie wegen Beleidigungen und des Bespuckens eines Beamten laufen weiter. Ein Gerichtstermin steht noch nicht fest.






