25 March 2026, 12:20

Berlins Clubkultur feiert ihre rebellischen Wurzeln beim Tag der Clubkultur 2024

Eine Gruppe von Menschen, die in einem hell erleuchteten Ballsaal tanzen, mit Text am unteren Rand, der 'Madame Baille Nacional en la Campagne Bleuet, 1860' lautet.

Berlins Clubkultur feiert ihre rebellischen Wurzeln beim Tag der Clubkultur 2024

Berlins legendäre Clubszene steht diesen Herbst im Mittelpunkt – beim Tag der Clubkultur, einem Festival vom 3. bis 12. Oktober. Organisiert von der Clubkommission Berlin, umfasst das Programm über 100 Veranstaltungen in der ganzen Stadt und feiert die sozialen und politischen Wurzeln des Nachtlebens seit dem Fall der Berliner Mauer.

Den Auftakt macht am 2. Oktober das Haus der Visionäre, wo der Club der Visionäre und das CTM-Festival von 22 Uhr bis 8 Uhr morgens eine durchgehende Nacht veranstalten. Am 3. Oktober wird Mark Reeders Dokumentarfilm "B-Movie" gezeigt, der Berlins kulturellen Aufbruch nach dem Mauerfall beleuchtet.

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Am 4. Oktober präsentiert der Tipsy Bear in Prenzlauer Berg ab 17 Uhr eine Drag-Show. Neben etablierten Locations wie dem KitKatClub und der Cassiopeia beteiligen sich auch temporäre Spielstätten in Kreuzberg, Mitte, Neukölln und Wedding – ein Zeichen für den DIY-Geist der Szene.

Die Techno-Kultur Berlins entstand nach 1989 in verlassenen Ost-Berliner Gebäuden. Frühe Clubs wie das Ufo in Kreuzberg veranstalteten die ersten Afterpartys der Loveparade, während das E-Werk in Mitte in den 1990ern zur Techno-Institution wurde. Später verkörperte der Bunker – in einem echten Kalter-Krieg-Bunker – den rohen, industriellen Sound der Wiedervereinigungszeit. Diese Orte prägten Gemeinschaften von DJs, Künstlern und Aktivisten und formten die Identität der Stadt.

Weitere Infos zu Veranstaltungen und Locations gibt es unter tagderclubkultur.berlin.

Der Tag der Clubkultur zeigt, wie sich Berlins Nachtleben von einer undergroundigen Widerstandsbewegung zu einem globalen Phänomen entwickelte. Mit Drag-Performances, Filmvorführungen und durchgetanzten Nächten unterstreicht das Festival die anhaltende Bedeutung von Clubs als Räume für Kreativität und politischen Ausdruck.

Quelle