07 May 2026, 12:24

Bayerns Wasserstoff-Pläne scheitern: Millionen verpufft, Ziele nicht erreicht

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung der US-Bundesstaaten nach Brennstoffquellen im Jahr 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bayerns Wasserstoff-Pläne scheitern: Millionen verpufft, Ziele nicht erreicht

Bayerns Wasserstoff-Offensive steckt in der Krise – Millionen ungenutzt, Ziele verfehlt

Die Bemühungen Bayerns, Wasserstoff als Energieträger zu etablieren, haben schwere Rückschläge erlitten: Hohe Fördersummen blieben ungenutzt, während schwache Nachfrage und hohe Kosten den Fortschritt ausbremsten. Kritiker fragen nun, ob Steuergelder sinnvoll in Projekte flossen, die nie richtig in Gang kamen.

Zwischen 2018 und 2025 stellte die bayerische Landesregierung 61 Millionen Euro für den Aufbau von Wasserstofftankstellen bereit. Doch nur 16,3 Millionen wurden tatsächlich ausgezahlt – 9 Millionen mussten sogar zurückfließen, nachdem Vorhaben scheiterten. Das Programm wurde inzwischen eingestellt, mit magerem Ergebnis: Statt der ursprünglich geplanten 100 Tankstellen entstanden gerade einmal 20.

Auch andere Wasserstoff-Initiativen kämpften mit Problemen. Von den 120 Millionen Euro, die 2024 und 2025 für Elektrolyseur-Projekte vorgesehen waren, wurden lediglich 4,1 Millionen abgerufen. Energiefachleute argumentieren, dass Wasserstoff für Heizungen oder den Verkehr nach wie vor zu teuer ist. Selbst bei einer Hochskalierung der Produktion bliebe Deutschland stark von Importen abhängig – ähnlich wie heute bei Erdgas.

Nicht alle Energieförderprogramme liefen jedoch schlecht: Bayerns allgemeine Forschungsmittel für Energiethemen in Höhe von knapp 142 Millionen Euro wurden deutlich besser genutzt – bis 2025 wurde mehr als die Hälfte der Gelder abgerufen. Unterdessen setzt die Bundesregierung im Wasserstoffbereich auf ein Kernnetz für industrielle Nutzer statt auf Privathaushalte.

Die Grünen-Politiker Martin Stümpfig und Markus Büchler werfen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) vor, die Mittel falsch eingesetzt zu haben. Die ungenutzten Millionen seien eine Verschwendung von Steuergeldern für Projekte ohne spürbaren Nutzen, so ihre Kritik.

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Die Bilanz zeigt eine klare Lücke zwischen Wasserstoff-Zielen und realer Umsetzung. Angesichts ungenutzter Fördergelder und verfehlter Vorgaben bleibt die Zukunft der Technologie in Verkehr und Wärmemarkt ungewiss. Die Neuausrichtung der Regierung auf industrielle Anwendungen deutet auf einen eingeschränkteren Einsatz hin.

Quelle