Bayerns Gesundheitsministerin attackiert Apothekenreform als "fehlerhaft" – Grünen stoppen Homöopathie-Kostenerstattung
Franka KallertBayerns Gesundheitsministerin attackiert Apothekenreform als "fehlerhaft" – Grünen stoppen Homöopathie-Kostenerstattung
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach kritisiert die geplante Apothekenreform der Bundesregierung als "tiefgreifend fehlerhaft". Sie warnte, die aktuellen Pläne bedürften dringender Nachbesserungen, um eine Verschärfung der Arzneimittelknappheit zu verhindern. Unterdessen hat die Grünen-Partei auf ihrem jüngsten Parteitag in Hannover eine klare Haltung gegen Homöopathie bezogen.
Auf dem Bundesparteitag der Grünen in Hannover stimmten die Delegierten dafür, die Erstattung homöopathischer Behandlungen durch die Krankenkassen zu beenden. Die Entscheidung markiert einen deutlichen Kurswechsel in der Förderung alternativer Medizin.
In Bayern betonte Gerlach die unverzichtbare Rolle der Apotheken bei der flächendeckenden Rund-um-die-Uhr-Versorgung. Sie argumentierte, jede Reform müsse diesen grundlegenden Service schützen – besonders angesichts anhaltender Lieferengpässe bei Medikamenten, die Patienten direkt betreffen.
Um die Versorgungsprobleme zu entschärfen, hat die bayerische Landesregierung die Krankenkassen angewiesen, die medizinische Versorgung von Arbeitslosengeld-II-Empfängern sicherzustellen. Damit soll verhindert werden, dass sozial Schwache Lücken in der Behandlung erleben.
Unterdessen rät die Gesundheitsberatungsgruppe Germeshausen jungen Eltern, sich mit wichtigen Medikamenten für den Winter einzudecken. Der Appell kommt vor dem Hintergrund, dass saisonale Erkrankungen die Nachfrage nach gängigen Arzneimitteln regelmäßig in die Höhe treiben.
Die Grünen-Entscheidung zur Homöopathie wird die Krankenkassen nun zwingen, die Kostenübernahme für solche Therapien zu streichen. In Bayern spiegelt Gerlachs Forderung nach Reformanpassungen die breite Sorge um die Arzneimittelverfügbarkeit wider. Die Gesundheitsbehörden bleiben darauf fokussiert, trotz anhaltender Engpässe eine durchgehende Versorgung zu gewährleisten.






