14 March 2026, 14:23

Bayern setzt auf Gurkenlake und Essig für umweltfreundlichen Winterdienst

Eine Kopfsteinpflasterstraße mit leichtem Schnee und einem Zaun im Hintergrund.

Glatteisbekämpfung mit nasser Sole und Gurkenwasser - Bayern setzt auf Gurkenlake und Essig für umweltfreundlichen Winterdienst

Bayern rüstet sich mit umweltfreundlichen Methoden für den Winterdienst

Die bayerischen Behörden bereiten sich mit neuen, ökologischen Verfahren auf den Winter vor, um die Straßen sicher zu halten. Die Staatsbauverwaltung hat 400.000 Tonnen Streusalz eingelagert und setzt auf ungewöhnliche Alternativen wie Essig und Gurkenlake. Die Maßnahmen sollen Kosten sparen, Ressourcen schonen und gleichzeitig die Effizienz bei Kälte gewährleisten.

Allein im vergangenen Winter gab Bayern rund 15 Millionen Euro für Tauchsalz aus. In diesem Jahr testen die Verantwortlichen kreative Lösungen, um Verschwendung zu reduzieren. Eine Kooperation mit einem Essighersteller in Niederbayern ermöglicht es nun, überschüssige Gurkenlake aus der Produktion wiederzuverwerten – dadurch spart der Freistaat 180 Tonnen Streusalz und 1,5 Millionen Liter Wasser ein.

Der wintertaugliche Fuhrpark des Landes umfasst 880 Fahrzeuge und 2.000 Mitarbeiter. Davon sind 300 staatliche Lkw im Einsatz, weitere 580 stellt das private Gewerbe bereit. Gemeinsam betreuen sie von 64 Straßenmeistereien aus ein Netz von 20.000 Kilometern Bundes- und Landesstraßen.

Für mehr Effizienz setzen die Teams auf vorgelöstes Salz oder Sole statt auf trockenes Streugut. Diese Methode wirkt schneller und verringert den Gesamtverbrauch. Bis 2026 wird Bayern das einzige Bundesland sein, das Essig oder Gurkenlake als Salzersatz im Winterdienst einsetzt.

Die neue Strategie kombiniert bewährtes Streusalz mit nachhaltigen Alternativen. Essig und Gurkenlake helfen, Kosten und Umweltbelastung zu senken. Mit einer gut ausgestatteten Flotte und ausreichenden Vorräten sind Bayerns Straßen bestens für die kalten Monate gerüstet.

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