03 April 2026, 00:23

Audi übernimmt Sauber-Formel-1-Team und setzt auf Mattia Binotto als neuen Chef

Eine Gruppe von Menschen feiert um ein Formel-E-Rennfahrzeug auf einer Rennstrecke, mit einem Stadion voller Zuschauer im Hintergrund.

Audi übernimmt Sauber-Formel-1-Team und setzt auf Mattia Binotto als neuen Chef

Audi hat die vollständige Kontrolle über das Sauber-Formel-1-Team übernommen und Mattia Binotto als neuen Teamchef eingesetzt. Dieser Schritt markiert eine bedeutende Wende in der Motorsportstrategie des deutschen Herstellers, der sich auf sein Debüt im Jahr 2026 vorbereitet. Mit neuer Führung und einem klaren Langzeitziel drängt Audi nun entschlossen an die Spitze des Rennsports.

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Der Einstieg von Audi in die Formel 1 begann zunächst zögerlich und mit Rückschlägen. Das 2022 vorgestellte Showcar wurde weithin als Fehltritt kritisiert, während die ersten Investitionen verhalten blieben. Bürokratische Verzögerungen und unklare Verantwortungsstrukturen bremsten das Projekt, bis Gernot Döllner im September 2023 zum Vorstandsvorsitzenden ernannt wurde. Er forderte eine umfassende Neubewertung und leitete damit tiefgreifende Veränderungen ein.

Seither hat Audi das Sauber-Team vollständig übernommen und mit dem staatlichen Investmentfonds Katars, der Qatar Investment Authority (QIA), einen wichtigen finanziellen Partner gewonnen. Diese Partnerschaft sichert Stabilität und Ressourcen für den anstehenden Einstieg in die Königsklasse des Motorsports. Mattia Binotto, ehemaliger Ferrari-Teamchef, wurde mit weitreichenden Befugnissen an die Spitze des Teams geholt. Seine Expertise umfasst Rennbetrieb, Chassisentwicklung und Motorenbau – Schlüsselfaktoren für Audis Ambitionen.

Der für 2026 geplante Antriebsstrang von Audi wird einen Hybrid-V6-Turbomotor mit fortschrittlicher Energierückgewinnung und nachhaltigen Kraftstoffen umfassen und damit den neuen Regularien entsprechen. Doch die Herausforderung ist enorm: Konkurrenten wie Mercedes und Ferrari verfügen über jahrzehntelange Formel-1-Erfahrung, während Audi in kürzester Zeit aufschließen muss. Die Kompetenz der Volkswagen-Gruppe in den Bereichen Elektrifizierung und Batterietechnik könnte ein Vorteil sein, doch die erste Saison wird hart werden. Das Ziel, bis 2030 um den Titel mitzukämpfen, ist gesetzt – mit der Erkenntnis, dass frühe Erfolge unwahrscheinlich sind.

Audis Umstrukturierung zeigt einen entschlossenen Vorstoß in die Formel 1. Mit Binottos Führung und der Unterstützung der QIA steht das Team nun auf einer solideren Basis. Die Saison 2026 wird zeigen, wie weit der Aufholprozess gegenüber den etablierten Teams gediehen ist. Langfristig bleibt das Ziel klar: die Meisterschaft bis zum Ende des Jahrzehnts anpeilen.

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