Asylanträge in Deutschland gehen stark zurück – doch warum eigentlich?
Claudius StadelmannAsylanträge in Deutschland gehen stark zurück – doch warum eigentlich?
Deutlicher Rückgang bei Asylanträgen in Deutschland
In diesem Jahr verzeichnet Deutschland einen starken Rückgang bei den Asylanträgen. Der Rückgang fällt in eine Phase, in der die Bundesregierung wegen ihrer Zurückweisungspraxis an den Binnengrenzen in der Kritik steht. Experten stellen nun infrage, ob die Maßnahmen wirksam – oder überhaupt rechtmäßig – sind.
2024 nahmen Deutschland und Österreich 80 Prozent aller in der EU geschützten Syrer auf. Doch bis 2025 gingen die Anträge spürbar zurück. Der Migrationsforscher Gerald Knaus führt diesen Rückgang weniger auf die Grenzpolitik als vielmehr auf Veränderungen in Syrien selbst zurück.
Die Zurückweisungen an Deutschlands Grenzen zu Österreich, Polen und der Schweiz begannen im Mai 2025. Die Maßnahme war zunächst 2015 von der rechtspopulistischen AfD gefordert worden, wurde aber inzwischen von der aktuellen Regierung übernommen. Knaus argumentiert, dass diese Praxis gegen EU-Recht verstößt und keine nachhaltigen Ergebnisse bringt.
Trotz hoher Investitionen in die Durchsetzung zeigt die Zurückweisungsstrategie bisher kaum praktische Wirkung. Knaus kritisiert die Regierung, sie setze auf symbolische Gesten statt auf sinnvolle Lösungen.
Besonders stark betroffen vom Rückgang der Asylsuchenden sind Deutschland und Österreich. Während die Behörden die Grenzkontrollen als Erfolg werten, bestehen Kritiker darauf, dass die wahren Gründe woanders liegen. Die Debatte über die Rechtmäßigkeit und den Nutzen der Politik wird voraussichtlich anhalten.






