29 June 2026, 06:16

Ashura-Marsch in Berlin löst Debatte über Kindeswohl und Hitze aus

Scharfe Kritik nach Schiiten-Demo mit Kindern in Berlin

Ashura-Marsch in Berlin löst Debatte über Kindeswohl und Hitze aus

Ashura-Marsch in Berlin löst Kontroverse aus

Eine Demonstration in Berlin anlässlich des schiitischen religiösen Festes Ashura hat für Aufsehen gesorgt. Die unter dem Titel „Ashura-Marsch“ abgehaltene Veranstaltung zog etwa 600 Teilnehmer an und umfasste eine Nachstellung, bei der Kinder mit Seilen aneinandergebunden waren. Während der Kundgebung stiegen die Temperaturen auf bis zu 40°C.

Der Marsch begann als Solidaritätsbekundung mit unterdrückten Menschen weltweit. Die Organisatoren hatten eine theatralische Szene geplant, die eine historische Entführung darstellte – mit Beteiligung von Kindern. Dies zog umgehend scharfe Kritik von Berlins Innensenatorin Iris Spranger nach sich, die die Einbindung der Kinder als „absolut inakzeptabel“ bezeichnete und als Gefahr für ihr Wohlbefinden bewertete.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Polizei griff während eines Abstimmungstermins mit den Veranstaltern ein und verbot die Darstellung. Der Leiter der Kundgebung setzte die umstrittene Szene daraufhin aus. Aufgrund der extremen Hitze sagten die Organisatoren zudem eine geplante Zwischenkundgebung ab, damit die Teilnehmer sich im Schatten ausruhen und mit Flüssigkeit versorgen konnten. Mehrere Personen mussten wegen hitzebedingter Kreislaufprobleme medizinisch behandelt werden.

Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus verurteilte die Demonstration als islamistisch und politisch instrumentalisiert durch die Führung Irans. Die Polizei hingegen berichtete, die Veranstaltung sei insgesamt friedlich verlaufen, ohne dass in Parolen, Reden, Transparenten oder Fahnen strafbare Inhalte festgestellt worden seien.

Der Marsch endete ohne größere Zwischenfälle, doch die Einbindung von Kindern in die Nachstellung bleibt umstritten. Die Behörden bestätigten, dass es keine strafrechtlichen Verstöße gab, doch Sorgen um den Kinderschutz und die extremen Hitzeverhältnisse bestehen weiter. Die Organisatoren trafen Vorsichtsmaßnahmen, um die Sicherheit der Teilnehmer angesichts der hohen Temperaturen zu gewährleisten.

Quelle