Allgäu prüft historischen MVV-Beitritt: Nahverkehr soll an München angebunden werden
Klaas BarthAllgäu prüft historischen MVV-Beitritt: Nahverkehr soll an München angebunden werden
Öffentlicher Nahverkehr im Allgäu: Region prüft Anschluss an den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV)
Seit Jahrzehnten wird über den öffentlichen Nahverkehr im Allgäu diskutiert. Nun unternehmen lokale Behörden konkrete Schritte, um einen Beitritt zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) zu prüfen. Den Anstoß geben das Interesse der Städte und Landkreise Kaufbeuren, Ostallgäu, Kempten und Oberallgäu, ihre Netze an das Münchner System anzubinden.
Die Idee eines einheitlichen Verkehrsverbunds ist nicht neu. Kürzlich setzten Politiker aus Kempten und dem Oberallgäu jedoch ein erstes Zeichen: In einer gemeinsamen Sitzung der Kreis- und Kemptener Mobilitätsausschüsse stimmten sie einstimmig dafür, die Machbarkeit eines Beitritts zu untersuchen.
Der Kreistag des Oberallgäus billigte diesen Kurs am Donnerstagnachmittag offiziell. Noch ausstehend ist die Beratung im Kemptener Stadtrat. Parallel signalisierten auch Kaufbeuren und der Landkreis Ostallgäu ihr Interesse an einer MVV-Mitgliedschaft.
Nun geht es um die praktische Umsetzung. Die Verwaltungen werden die Kosten und Rahmenbedingungen einer Mitgliedschaft prüfen. Ziel ist es, bis Jahresende Klarheit über die Beitrittsvoraussetzungen zu schaffen.
Bald soll entschieden werden, ob ein realistischer Anschluss der Allgäu-Region an das Münchner Verkehrsnetz möglich ist. Ausschlaggebend sind dabei finanzielle und logistische Bewertungen. Die Verantwortlichen wollen noch in diesem Jahr abschließende Antworten vorlegen.






