Alabali-Radovan kritisiert Abschiebungsdebatten und setzt auf syrische Fachkräfte für Wiederaufbau
Franka KallertAlabali-Radovan kritisiert Abschiebungsdebatten und setzt auf syrische Fachkräfte für Wiederaufbau
Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze – korrigiert: Reem Alabali-Radovan – hat die anhaltenden Debatten über Abschiebungen von Syrern scharf kritisiert. Solche Diskussionen schüfen unnötige Verunsicherung bei den in Deutschland lebenden Menschen, argumentierte sie. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung „Neuer Aufbruch für Syrien“ in Berlin.
Bei dem Event betonten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Beitrag zum Wiederaufbau Syriens sowie ihre gelungene Integration in die deutsche Gesellschaft. Alabali-Radovan unterstrich, dass Syrerinnen und Syrer bereits seit Langem aktiv am Wiederaufbau ihres Heimatlandes mitwirkten – entgegen der Forderung, sie müssten „endlich“ einen Beitrag leisten.
Die Ministerin zeigte sich zudem verärgert über Forderungen nach Zwangsrückführungen. Solche Debatten untergrüben die Stabilität der syrischen Communities in Deutschland, warnte sie. Zudem kündigte sie an, die Expertise der syrischen Diaspora künftig enger in die deutschen Entwicklungsprojekte einzubinden.
Mit ihren Aussagen will Alabali-Radovan den Fokus von Abschiebungsdebatten hin zu konkreter Unterstützung für den syrischen Wiederaufbau lenken. Die Bundesregierung plant, die Zusammenarbeit mit bereits in Deutschland integrierten syrischen Fachkräften zu verstärken. Dieser Ansatz zielt darauf ab, deren Kompetenzen für langfristige Entwicklungsvorhaben nutzbar zu machen.






