Aisin setzt auf lokale Produktion und Hybridtechnik für Europas Zukunft
Katarina OrtmannAisin setzt auf lokale Produktion und Hybridtechnik für Europas Zukunft
Aisin beschleunigt Pläne für mehr lokale Produktion in Europa
Der japanische Zulieferer Aisin treibt seine Pläne voran, in Europa mehr Komponenten vor Ort zu fertigen. Damit will das Unternehmen nicht nur die Produktionsemissionen senken, sondern auch die Nachfrage nach Hybrid- und Elektrofahrzeugen bedienen. Auf der IAA Mobility 2025 präsentierte Aisin neue Technologien, darunter Hybridgetriebe und eine gemeinsam mit BMW entwickelte 80-kW-eAchse.
Die Strategie spiegelt einen Kurswechsel wider: Da das Verbraucherinteresse an rein elektrischen Fahrzeugen nachlässt, setzt Aisin verstärkt auf Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Systeme – parallel zur Weiterentwicklung herkömmlicher Verbrennermotoren.
Aisin ist seit über 35 Jahren in Europa aktiv und betreibt derzeit vier Produktionsstandorte in der Region. Das belgische Werk erreichte 2024 Netto-Null-CO₂-Emissionen und unterstreicht damit die Fortschritte des Unternehmens in Sachen Nachhaltigkeit. Nun will Aisin seine europäische Fertigung weiter ausbauen, um auch transportbedingte Emissionen zu reduzieren.
Auf der diesjährigen IAA Mobility stellte Aisin mehrere Innovationen vor, darunter Ein- und Zweimotor-Hybridgetriebe, fortschrittliche Thermomanagement-Systeme sowie neue Sicherheitslösungen für die Karosserie. Ein Highlight war die Blue Nexus 80-kW-eAchse, die in Zusammenarbeit mit BMW für batterieelektrische Fahrzeuge entwickelt wurde.
Julien Lancelle, bei Aisin zuständig für Vertrieb und Lieferkette in Europa, erläuterte die angepasste Strategie des Unternehmens. Zwar bleibe man in die Verbrennermotor-Technologie (ICE) investiert, doch der Fokus liege nun auf Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Antrieben. Ziel sei es, ein flexibles Angebot zu schaffen – statt sich ausschließlich auf reine Batterieelektrofahrzeuge (BEVs) zu verlassen.
Aisins neue Ausrichtung verbindet Nachhaltigkeit mit Marktbedürfnissen: Durch mehr lokale Produktion und eine breitere Palette an Antriebskonzepten sollen Emissionen gesenkt und gleichzeitig auf die verlangsamte BEV-Nachfrage reagiert werden. Mittelfristig bleibt der Schwerpunkt auf Hybridlösungen und der Weiterentwicklung von Verbrennern.






