02 April 2026, 20:16

15 Milliarden Euro: Wie Deutschland seine Krankenhäuser für NATO-Krisen wappnet

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Bayern fordert Vorbereitung des Gesundheitssystems auf Kriegsfall - 15 Milliarden Euro: Wie Deutschland seine Krankenhäuser für NATO-Krisen wappnet

Eine aktuelle Studie der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hat die enormen finanziellen Herausforderungen aufgezeigt, vor denen das deutsche Gesundheitssystem bei der Vorbereitung auf mögliche Krisenszenarien steht. Dem Bericht zufolge belaufen sich die Kosten auf bis zu 15 Milliarden Euro, um Krankenhäuser für ein Bündnisverteidigungs-Szenario der NATO handlungsfähig zu machen. Nun fordern Politiker bundesweite Maßnahmen, um die medizinische Infrastruktur gegen neue Bedrohungen zu stärken.

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Laut der DKG-Studie wären allein für den Schutz der Krankenhäuser vor Sabotage und Cyberangriffen rund 2,7 Milliarden Euro nötig. Umfassendere Vorbereitungen auf ein NATO-Verteidigungsszenario könnten die Kosten auf 5 bis 15 Milliarden Euro in die Höhe treiben. Zu den zentralen Maßnahmen gehören die Ausweitung der BehandlungsKapazitäten für verwundete Soldaten, der Bau gesicherter unterirdischer Ausweichstandorte sowie die Bevorratung lebenswichtiger medizinischer Güter.

Die CSU-Politikerin Judith Gerlach bezog sich in ihren Äußerungen auf die Studienergebnisse und betonte die Notwendigkeit eines widerstandsfähigen Gesundheitssystems als Teil der nationalen Verteidigung. Sie forderte standardisierte Maßnahmen in allen Bundesländern, um eine einheitliche Krisenvorsorge zu gewährleisten. Die geplanten Aufrüstungen umfassen auch den Schutz vor nuklearen, biologischen und chemischen Bedrohungen.

Bisher liegen keine Stellungnahmen der Bundeswehr zu Finanzierung oder Umsetzung dieser Maßnahmen vor.

Die Studie unterstreicht den erheblichen Investitionsbedarf, um die deutsche Gesundheitsinfrastruktur abzusichern. Ohne abgestimmtes Vorgehen bleiben die Krankenhäuser in einer Krise verwundbar. Die nächsten Schritte hängen nun von politischen Entscheidungen und finanziellen Zusagen auf Bundes- und Landesebene ab.

Quelle