15. Inklusionsforum in Regensburg diskutiert Flucht, Migration und Behinderung als gemeinsame Herausforderung
Katarina Ortmann15. Inklusionsforum in Regensburg diskutiert Flucht, Migration und Behinderung als gemeinsame Herausforderung
15. Inklusionsforum in Regensburg: Flucht. Migration. Behinderung
Diese Woche fand im Landratsamt Regensburg das 15. Inklusionsforum statt – unter dem Titel "Flucht. Migration. Behinderung". Die Veranstaltung brachte Fachleute zusammen, um über die Bedürfnisse von geflüchteten und migrierten Menschen mit Behinderungen zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen Themen wie der Zugang zum Arbeitsmarkt, Sprachförderung sowie anstehende rechtliche Änderungen.
Landrätin Tanja Schweiger eröffnete das Forum und betonte die Bedeutung lokaler Netzwerke für die Verbesserung von Unterstützungsstrukturen. Rund 35 Expertinnen und Experten aus Beratungsstellen, Jobcentern und der öffentlichen Verwaltung nahmen an den Gesprächen teil.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich mit den konkreten Herausforderungen auseinander, vor denen geflüchtete und migrierte Menschen mit Behinderungen stehen. Lösungsansätze zielten auf einen besseren Zugang zu Beschäftigung, wirksame Sprachmittlung und die Bewältigung bürokratischer Hürden ab. Zudem wurde die anstehende Reform des gemeinsamen europäischen Asylsystems (GEAS), die im Februar 2026 beschlossen wurde, näher betrachtet.
Die Reform führt standardisierte Asylverfahren ein, darunter eine verpflichtende Registrierung und in bestimmten Fällen schnellere Bearbeitung an den EU-Außengrenzen. Stand 27. März 2026 liegen jedoch noch keine Umsetzungsdaten vor – die neuen Regeln treten erst am 12. Juni 2026 in Kraft. Unklar bleibt bisher, wie sich die Bearbeitungszeiten gestalten und welche konkreten Auswirkungen die Änderungen für Menschen mit Behinderungen an den EU-Grenzen haben werden.
Das Forum bot eine Plattform, um Fachwissen zu behinderungsinklusiven Migrationspolitiken auszutauschen. Während die GEAS-Reform darauf abzielt, Asylverfahren zu vereinfachen, sind ihre praktischen Folgen noch offen. Lokale Behörden und Unterstützungsdienste bereiten sich indes auf die bevorstehenden Veränderungen vor.






